Gewaltprävention

Gewaltprävention


Gewaltprävention wird an unserer Schule großgeschrieben.
Erfahren Sie hier mehr.
Gewaltprävention an der Humboldt-Schule Korbach
,,Gewalt gibt es überall in unserer Gesellschaft - auch bei uns - aber wir wollen schon im Vorfeld etwas dagegen tun und uns nicht damit abfinden."
Seit vielen Jahren wird das pädagogische Handeln der Schule entscheidend vom Projekt ,,Gewaltprävention“ nach Professor Dan Olweus bestimmt. Alle Gremien der Schule hatten sich bereits 1997 einstimmig für die Teilnahme an dem  Projekt ausgesprochen. In den ersten drei Jahren erhielt die Schule wissenschaftliche Unterstützung von Peter Pastuch, dem damaligen Direktor des ,,Instituts für Theorie und Praxis" der Universität Kiel. Von Beginn an ist die enge Zusammenarbeit und Abstimmung von Schule und Elternhaus unerlässlich, denn nur so können nach unseren Vorstellungen aggressives Verhalten und Gewaltbereitschaft abgebaut werden. Die in der Schule getroffenen Vereinbarungen müssen auch zu Hause gelten. Kinder müssen stark gemacht werden, aber es müssen ihnen auch Grenzen gesetzt werden. Sie müssen für das Thema Gewalt sensibel sein und sich für gewaltfreies Verhalten entscheiden.
Jedes Mitglied der Schulgemeinde wird über die Inhalte und Vereinbarungen des Projektes Gewaltprävention informiert. Jährlich findet mindestens eine lnformationsveranstaltung für Eltern statt, in der Eltern von Schülerinnen und Schülern, die erst seit der letzten Veranstaltung die Humboldt-Schule besuchen, das Modell kennen lernen und ausführlich über die Inhalte sprechen. In den Klassen finden regelmäßig Präventionsstunden (Klassenlehrerstunden) statt, in denen über Probleme gesprochen wird und Lösungswege gesucht werden.

Jede Schülerin und jeder Schüler kennt unsere drei grundlegenden Vereinbarungen und hilft mit, sie umzusetzen:

1. Im Schulgebäude gehen wir langsam und schreien nicht.
2. Wir benutzen keine Schimpfwörter.
3. Bei ,,Hör auf!" ist Schluss!

Darüber hinaus erarbeitet jede Klasse Klassenregelungen. Jeder Einzelne trägt dazu bei, dass ein friedliches Schulklima geschaffen wird.
Ab dem dritten Schuljahr hat jede Klasse zwei ,,Ohrkinder", die bei Streitigkeiten als neutrale Zuhörer versuchen Streit zu schlichten. Lehrerinnen und Lehrer sprechen bei Verstößen gegen Vereinbarungen Sanktionen aus. Neben pädagogischen Maßnahmen greift der Ordnungsmaßnahmenkatalog. Bei sehr schweren Verstößen müssen die Eltern ihre Kinder von der Schule abholen. Gemeinsam wird nach Lösungswegen gesucht.

Um Gewalt zu vermindern entscheiden die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Bedürfnissen in der ,,offenen Pause“, ob sie sich im Klassenraum oder auf dem Schulhof aufhalten möchten, um zu spielen, zu lesen oder Gespräche zu führen. Jede Klasse verfügt über eine eigene Bücherei, eine umfangreiche Spielesammlung und jeweils eine Spielkiste für drinnen und draußen. Gemeinsam mit Eltern, Lehrern und Kindern wurde der Schulhof umgestaltet und mit Hilfe des Fördervereins neue Großspielgeräte angeschafft.

Wir akzeptieren keine Gewalt!

Das Ziel ist ein Schulklima, in dem ein friedliches Miteinander möglich ist. Einzelschritte sind:
- Regeln gegen Gewalt gemeinsam erarbeiten und formulieren sowie Regeln (Strafen) bei Verstößen entwickeln. Diese werden langfristig an der Schule verbindlich für alle eingeführt.
- Schüler für das Thema Gewalt empfindlich machen und gleichzeitig Aufsicht und Kontrolle durch Lehrer verbessern.
- Eltern bei der Umsetzung des Konzeptes in der Schule und konsequenterweise auch zu Hause gezielt miteinbeziehen (Siehe auch Elternerklärung unten)
- In der Klasse werden Klassenregeln gegen Gewalt erarbeitet und eingeübt. Es erfolgt die Verständigung über Strafen bei Regelverstößen.
- Im persönlichen Bereich sind mehr Gespräche mit Tätern und Opfern und deren Eltern, Absprache klarer Konsequenzen bei Regelverstößen (Solidarität mit dem Opfer) sowie Hilfe für Eltern und die betroffenen Schüler notwendig.


Eltern der Humboldt-Schule erklären ihre Mitverantwortung


,,Wir Eltern übertragen der Schule einen wichtigen Teil der Erziehung unserer Kinder. Dazu gehört auch, bei ihnen ein Gefühl für Ungerechtigkeiten und für alle Formen von Gewalt sowie Benachteiligung zu entwickeln. Da wir uns zu Hause um einen friedvollen und fairen Umgang miteinander bemühen, begrüßen wir die Bemühungen der Humboldt-Schule Korbach, durch Aktionen, Regelungen und Unterrichtsmethoden die Schule als einen gewaltfreien Lebensbereich zu gestalten.
Die Schülerinnen und Schüler erfahren auf diese Weise, wo und warum sich Gewalt entwickelt, wie sie zu verhindern ist und wie Opfer besser geschützt werden können. Wir sind gegen alle Formen von Gewalt in der Schule und akzeptieren daher die Beschlüsse und Entscheidungen der Schulgremien, die dem Ziel einer gewaltfreien Schule dienen.
Wir wissen, dass Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitung die Schülerinnen und Schüler bei einem Verstoß gegen Regeln auf falsches Verhalten hinweisen und dies im Wiederholungsfall angemessen ahnden werden. Wir nutzen die Angebote der Lehrerinnen und Lehrer sowie anderer pädagogischer Einrichtungen, die Kindern und Jugendlichen in Problemsituationen helfen und Eltern bei der Erziehung unterstützen.
Bei häuslichen Problemen mit den Kindern nehmen wir Kontakt zur Schule auf, um gemeinsam Lösungen zur Bewältigung von Schwierigkeiten zu finden. Nur eine vertrauensvolle Zusammenarbeit verhindert auf Dauer Gewalt in der Schule und im außerschulischen Bereich. Daher fördern und unterstützen wir die Gewaltprävention
der Humboldt-Schule Korbach."

Ohrkinder

Das Gewaltpräventionskonzept der Humboldt-Schule beinhaltet auch die Ausbildung einzelner Kinder zu Streitschlichtern. Ab Klasse 3 bestimmen die Klassengemeinschaften jeweils zwei sogenannte Ohrkinder. Diese treffen sich zweimal pro Schuljahr zum Ohrkindtag. Dieser Ohrkindtag wird geleitet von Frau Trumpp, Frau von Plettenberg und Herrn Habermann. An diesem Tag lernen die Kinder, wie sie sich als Streitschlichter verhalten sollen. Es werden die Regeln sowie der Ablauf eines erfolgreichen Streitschlichtergesprächs eingeübt. Diese Übung ist wichtig, denn die Aufgabe als Ohrkind ist verantwortungsvoll und nicht immer leicht.
Share by: