Schulhund Nala stellt sich vor

Ich heiße Nala und bin gerade 11 Monate alt geworden. Ich bin ein Mischling. Meine Mama ist ein Golden Retriever und mein Papa ein Pudel. Darum habe ich ein so kuscheliges Fell, das nicht haart. Ich wohne bei Frau Galow und mache neben der Hundeschule gerade eine Ausbildung zum Therapiehund. Diese Ausbildung erlaubt es mir, mit in die Schule zu kommen und Frau Galow im Unterricht zu unterstützen. Alles ist noch ziemlich neu für mich. Aber die Arbeit macht mir Spaß. Besonders freue ich mich über Kinder, die ruhig und respektvoll mit mir umgehen. Dann schmuse ich mit ihnen und lasse mir gern etwas vorlesen oder höre auch schon mal das 1x1 ab. Ich kann aber auch trösten, wenn es jemanden nicht gut geht. Viele Worte brauche ich dafür nicht. Meistens reicht es schon, wenn ich mich einfach zu dem Kind setze.
Ich habe zwei Schultage in der Woche und begleite Frau Galow in Ihrem Unterricht. Vielleicht siehst du mich mal in der Pause oder im Lehrerzimmer. Bitte habe Verständnis, dass ich dann mal ein bisschen Ruhe brauche. Unterrichten ist nämlich ganz schön anstrengend.

Neuste und wohl jüngste Mitarbeiterin der Humboldt-Schule in Korbach ist Nala. Nala ist keine gewöhnliche Kollegin: Sie ist gerade mal 47cm groß, hat rotblonde Haare, braune Knopfaugen, ein unglaubliches Gehör und vier Beine.

Ein Hund in der Schule klingt zunächst ungewöhnlich. Man würde zunächst denken, dass ein Hund mehr Unruhe und Ablenkung mit in den Unterricht bringt als dass er helfen würde, das Lernklima zu verbessern.

Studien haben jedoch gezeigt, dass eine tiergestützte Pädagogik den Unterricht positiv beeinflussen kann. Die hundegestützte Pädagogik ist der gezielte Einsatz von ausgebildeten Hunden in der Schule zur Verbesserung der Lernatmosphäre und individuellen Leistungsfähigkeit sowie des Sozialverhaltens der Schülerinnen und Schüler.

Ziel ist, das Sozialverhalten der Schüler/innen zu fördern. Regelbewusstsein, Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen werden geschult. Nala trägt dazu bei, dass Regeln wie ruhig am Platz arbeiten und Klassenzimmer aufräumen gern gemacht werden. Die Schüler wollen, dass es Nala bei ihnen gut geht und sie gern wiederkommt. Wenn Nala sich dann auf den Boden legt, laut ausatmet und ihre Augen schließt, sind alle Kinder stolz darauf, dass sie es geschafft haben, Nala eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Es wird dann peinlichst genau darauf geachtet, dass Nala nicht geweckt wird. Die Schüler können sich während dieser Zeit sehr gut auf ihre Aufgaben konzentrieren.

Ein weiteres Ziel ist die Förderung des Selbstwertgefühls. Nala akzeptiert jeden Schüler. Sie hat keine Vorurteile und grenzt niemanden aus. Gezielte Übungen mit Nala helfen Schülern, ihr Selbstbewusstsein zu trainieren. Der Kontakt mit Nala und die Zuneigung, die sie den Schülern schenkt, verbreitet ein stressfreies Lernklima. Die Schüler lernen zudem auch Selbstkontrolle, da Nala während des Unterrichts nicht gerufen werden darf. Nala darf rumgehen und wenn sie bei einem Schüler anhält, darf sie auch gern kurz gestreichelt werden. Sie festzuhalten oder zu locken ist verboten.

Die Kommunikationsfähigkeit und Motorik werden ebenfalls gefördert. Über Nala reden oder mit ihr reden (nonverbal oder verbal) fördert die Wahrnehmung der Schüler. Wie geht es Nala? Was kann ich für sie tun? Wie spreche ich sie an, wenn ich mit ihr übe? Selbstbewusst und bestimmend sollen die Kommandos ausgeführt werden. Wenn die Schüler verstanden haben, dass Körperhaltung und Sprache für Nala von wichtiger Bedeutung sind, denken sie über ihr Verhalten nach. Kinder, die es lernen, sich selbst wahrzunehmen und zu reflektieren wie sie auf andere wirken, können diese Fähigkeit auch auf ihre schulischen Fähigkeiten übertragen (Vorträge halten). Damit werden Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung geschult.

Ein Schulhund ist jedoch kein Allheilmittel und kein Wundermittel. Er ist als Angebot an die Schüler zu verstehen. Jedes Kind entscheidet selbst, ob es dieses Angebot nutzen möchte.

Warum ist Nala geeignet?

Nala ist eine Goldendoodlehündin, die sehr gutmütig und ausgeglichen ist. Sie hat einen Wesenstest absolviert, der zeigt, dass sie für diese Ausbildung zum Schulhund/ Therapiehund geeignet ist, die im März beginnen wird.

 

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